26.07.2020 15.09.2020
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Niemand hat das Recht zu gehorchen ganztägig Neben Gedenkstätte „Zeichen der Erinnerung“

Hannah Arendt, eine jüdisch deutsch-amerikanische politische Theoretikerin und Publizistin, übte in einem Interview zum Prozess von Adolf Eichmann im Jahre 1964 mit ihrem Zitat „Niemand hat das Recht zu gehorchen“ Kritik am Totalitarismus, dem sich – beispielsweise Eichmann – zu Zeiten des Dritten Reiches, durch die Organisation der Vertreibung, Deportation und Ermordung der Juden, unterworfen hat. Wir möchten mit diesem Werk – in der unmittelbaren Nähe zur Gedenkstätte „Zeichen der Erinnerung“, dem Deportationsmahnmal der württembergischen Juden, Sinti und Roma – ein klares und neues Zeichen gegen faschistisches Gedankengut und die aktuell zunehmend nationalistisch-politische Lage setzen, die durch bestimmte Parteien, rechten Meinungsmachern oder Gruppierungen und deren Beeinflussung von Politik und Bevölkerung es teilweise sogar bis in Landtage und den Bundestag schafft.

Eine offizielle feierliche Eröffnung wurde wegen der Corona-Krise leider auf Herbst verschoben.

Konzept und Realisation: Nam Huynh, Steffen Knöll, Hans-Jörg Seidler, Levin Stadler, Sven Tillack. Förderung des Kulturprojekts „Niemand hat das Recht zu gehorchen“ am Stuttgarter Nordbahnhof durch das Kulturamt Stuttgart.