10.06.2021
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IBA27 Forum AG Kunst + Stadtentwicklung – online ganztägig

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Digitales Treffen der neu benannten Arbeitsgruppe „Kunst und Stadtentwicklung“ (vormals „Zukunft der Arbeit“) im Rahmen der IBA27 (Internationalen Bauausstellung) am 10. Juni von 16 bis 18 Uhr via ZOOM.

In vielen Städten bringen sich Künstler:innen in Prozessen der Stadt- und Quartiersentwicklung ein – mit Projekten, Aktionen im öffentlichen Raum und temporären und langfristigen Zwischennutzungen. Gleichzeitig werden Programme wie “Kunst am Bau” abgeschafft oder die geschaffenen Frei- und Kunsträume, Ateliergemeinschaften und Kulturhubs verdrängt oder nur als kurzfristiges Gentrifizierungstool genutzt. Die AG Kunst + Stadtentwicklung fragt nach der Rolle der Kunst in der Stadt- und Quartiersentwicklung? Welche Impulse können Künstler:innen leisten und welche langfristigen künstlerischen Strategien sind für die Kunst im urbanen Raum erfolgreich? Braucht es neue Programme wie “Kunst am Bau” und weiterentwickelte Rahmenbedingungen, um künstlerische Prozesse in klassische Planungsprozesse zu integrieren? Wo müssen sich die Künstler:innen auch abgrenzen, um der Kunst gerecht zu werden?

Der Kunstverein Wagenhalle ist mit seinen 150 Kulturproduzent:innen ein wichtiger Impulsgeber für die C1/C2 Flächen in der Entwicklung des Rosensteinquartiers in Stuttgart. Gleichzeitig kann hier in den nächsten Jahren mit der Entwicklung der Maker-City eine neue Stadtplanungspolitik umgesetzt werden, die mit den bestehenden und zukünftigen Akteuren gemeinsam das Quartier entwickelt. Die Stadt Stuttgart, die Internationale Bauausstellung 2027 und die Künstler:innen vom Nordbahnhof haben die einmalige Chance neue Planungsprozesse für ein lebendiges Quartier und damit international etwas Einzigartiges zu schaffen.

Die Arbeitsgruppe begleitet diesen Prozess und erstellt daraus Wissen- und Handlungspraxis für Kunst- und Kulturschaffende, Architekt:innen wie Stadtplanende in Deutschland. 2021 wird die Arbeitsgruppe gemeinsam mit CURRENT – KUNST UND URBANER RAUM organisiert, mit dem Ziel das CURRENT Festival am 09. – 19. September vorzubereiten. Das transdisziplinäre Festival verhandelt die Verbindung von Kunst mit Architektur und Stadt. CURRENT versteht dabei die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Urbanen als wichtigen Resonanzraum und möchte neue Modelle, Formate, Strategien, Beteiligungen und Finanzierungsstrukturen zur Diskussion stellen.

Ein Kooperationsprojekt des Kunstverein Wagenhalle, CURRENT – Kunst und Urbaner Raum und dem Atelier für Kunst + Wirtschaft.