12.05.2022 14.05.2022
Derzeit!
Fragile Solidarity / Fragile Connections | Digital Solitude Festival Projektraum, KVwH

Eröffnung der Festivalzentrale und Ausstellung im Projektraum Kunstverein Wagenhalle am 12. Mai um 18 Uhr

Die Akademie Schloss Solitude veranstaltet vom 10. bis 14. Mai 2022 das Festival »Fragile Solidarity/Fragile Connections«. Es thematisiert mögliche Formen von Solidarität, Bündnissen, Vernetzung und Gemeinschaft innerhalb und außerhalb von digitalen Räumen und entsteht in Zusammenarbeit mit Künstler*innen und Expert*innen des Digital Solitude-Netzwerkes sowie in Kollaboration mit dem Kunstverein Wagenhalle, Merz Akademie und Württembergischer Kunstverein in Stuttgart.

Der Projektraum Kunstverein Wagenhalle, Hauptspielstätte des Festivals, wird durch das Künstler*innen-Duo die Blaue Distanz gestaltet. Die Elemente des Raumkonzepts „Beyond Borders It’s Made Up of Islands“ sind maßgeblich von den Grundprinzipien der Solidarität inspiriert. Mal dezentralisiert, mal bedingungslos unterstützend, laden sie das Publikum dazu ein, sich zu versammeln und solidarische und nicht hierarchische Praktiken zu erkunden.

Darüber hinaus ist die multimediale Ausstellung „Assemblies, Swarms, and Intricate Webs – no solidarity exists in a social void“, kuratiert von Jazmina Figueroa und Denise Helene Sumi, im Projektraum Kunstverein Wagenhalle zu sehen.

Künstler*innen und Expert*innen des Digital Solitude-Netzwerks der Akademie Schloss Solitude greifen das Thema des Festivals auf, um zu überlegen, wie die Fragilität von Solidarität, Netzwerken und Gemeinschaften in ihren eigenen Arbeiten verankert sind und weiter erforscht werden. Das Forum befasst sich mit historischen Beispielen, verkörperten und situierten Perspektiven und translokalen Praktiken und konzentriert sich auf das Potenziale für zukünftige unabhängige (Infra-)Strukturen, neuer solidarischer Möglichkeitsräume in den digitalen Sphären und bringt kreative Beiträge zusammen.

Nach jedem Tag der Ausstellung und des Forums sind die Teilnehmer*innen und Gäste des Festivals eingeladen, mit den Partner*innen aus Stuttgart und dem Digital Solitude-Netzwerk zusammenzukommen. Das Musikprogramm umfasst DJs, Produzent*innen und Performer*innen, die alle auf die flüchtigen Möglichkeiten kollektiver Resonanz zurückgreifen.

Das Festivalprogramm setzt sich aus verschiedenen Online- und Offline-Workshops, einer Ausstellung, sowie einem Begleitprogramm mit Screenings, Künstler*innen-Gesprächen, Vorträgen und Performances zusammen. Teile des Programms werden live übertragen.

Ausstellung (geöffnet 13. und 14. Mai 2022, jeweils 14 bis 23 Uhr):

Donnerstag, 12. Mai | 18 bis 23 Uhr
Eröffnung; 21 Uhr bis Mitternacht wird Kristina Arlekinova ein DJ-Set spielen
Freitag, 13. Mai 2022 | 15:30 bis 16.30 Uhr
Ausstellungsführung

Workshops vor Ort:

Freitag, den 13. Mai | 10 bis 13 Uhr
The Notion of Schiller's "Spiel" mit Spielgruppe (anwesend: Janis Eckhardt, Ariane Koziolek, Florian Model, Dirk Reimes, Mira Simon und Alexander Sowa).
Samstag, den 14. Mai | 10 bis 12 Uhr
Queer Artists' Perspective on the Socio-Political Mutations (Perspektiven queerer Künstler*innen auf sozio-politische Veränderungen) mit Künstler und Kurator Giorgi Rodionov,
Samstag, den 14. Mai | 13 bis 15 Uhr
Dreaming As an Active Practice - Dreaming and Dream Tech As Sites of Liberation (Träumen als aktive Praxis – Träumen und Dream Tech als Orte der Befreiung) mit Künstlerin und Aktivistin Mia Imani Harrison

Vorträge vor Ort:

Donnerstag, den 12. Mai | 19 bis 20 Uhr
Traces of the 1907 Socialist International Congress (Spuren des Internationalen Sozialistenkongresses 1907); Margret Frenz im Gespräch mit Grayson Earle und Ana María Gómez López
Freitag, den 13. Mai | 17 Uhr (45 Min.)
Fantastic Confabulations (Fantastische Konfabulationen); Künstler*innengespräch zwischen
Jazmina Figueroa und Theodoulos Polyviou
Freitag, den 13. Mai |18 Uhr (30 Min.)
The Grave; performativer Vortrag von Autorin, Multimediakünstlerin und Technologin Danae Tapia
Freitag, den 13. Mai | 19:30 Uhr (45 Min.)
Solidarity Must Be Defended (Solidarität muss verteidigt werden); Gespräch zwischen Simina Neagu, Eszter Szakács und Naeem Mohaiemen
Freitag, den 13. Mai | 21 Uhr (45 Min.)
Epistolary Ancestries (Ahnenforschung in Briefform); Performativer Vortrag des Künstlers, Forschers und Autors Kiran Kumār
Samstag, den 14. Mai | 16 Uhr (30 Min.)
The Internet Farm and the Philippine Circumstance (Die Internet-Farm und die philippinischen Verhältnisse ); Filmvorführung und Künstlergespräch mit Mac Andre Arboleda
Samstag, den 14. Mai | 16:30 Uhr (30 Min.)
Futura Trōpica – A Decentralized Network (Futura Trōpica – Ein dezentralisiertes Netzwerk); Künstlergespräch mit Juan Pablo García Sossa (JPEGS)
Samstag, den 14. Mai | 17 Uhr (45 Min.)
How to Complete a Network? (Wie vollendet man ein Netzwerk?); Podium mit Juan Pablo García Sossa (JPEGS), Dina Karadžić und Vedran Gligo, moderiert von Mac Andre Arboleda
Samstag, den 14. Mai | 19 Uhr (45 Min.)
LET’S WRITE A CURSE (LASST UNS EINEN FLUCH SCHREIBEN); Ulla Heinrich, Andara Shastika im Gespräch mit Elke aus dem Moore und akiko soyja

Mehr:

Die umfassende Programmübersicht von online- und offline Formaten gibt es auf der Homepage der Akademie Schloss Solitude oder in diesem digitalen Booklet.